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Eine Wärmebrücke entsteht an einem Gebäudesegment, durch das Wärme schneller nach Draußen geleitet wird, als durch die umliegenden Bauteile. Sinkt die Außemtemperatur, kühlen auch innenliegende Oberflächen ab. Besteht eine Wärmebrücke kühlt an dieser Stelle die Oberfläche noch weiter runter und fällt unter den Taupunkt. Kondenswasser entsteht und die Schimmelpilzgefahr steigt. Außerdem führen Wärmebrücken zu einem erhöhten Transmissionswärmebedarf und damit auch zu steigenden Heizkosten und einem unbehaglichen Raumklima. Insbesondere sollte bei der Planung einer Innendämmung nicht auf eine Wärmebrückenberechnung verzichtet werden.

Wärmebrückenberechnugngen sind also erforderlich, um konstruktive, geometrische oder materialbedingte Wärmebrücken aufzuspüren, hinsichtlich möglicher Feuchteschäden zu beurteilen und Maßnahmen zu erfassen. Insbesondere bei Anschlüssen von Fenstern mit außenliegenden Sonnenschutz, Fensterstürzen, Rollenlädenkästen, Heizungsnischen, Balkonen, Deckenanschlüssen, Mauersohlen, Ecken im Haus oder auskragenden Stahlträgern sind Wärmebrückenberechnungen sinnvoll.

Darüber hinaus hat die Wärmebrückenberechnung eine große Bedeutung bei der Erstellung von Enegiebilanzen. So ersetzt die detaillierte Wärmebrückenberechnung bei Nachweisen der Energiesparverordnung (EnEV) pauschalisierte Wärmebrückenaufschläge und führt so in der Regel zu günstigeren Ergebnissen. Insbesondere bei einem angestrebten erhöhten Energiestandard, wie KfW-Effizienzhaus im Neubau und auch im Bestand, ist das von Vorteil. Alternativ ist bei bestimmten Details ein Gleichwertigkeitsnachweis nach DIN 4108 Blb. 2 zu führen, um einen reduzierten Wärmbrückenaufschlag zu begründen.

Bei Berechnungen von Passivhäusern dürfen die Wärmebrücken nur dann rechnerisch unberücksichtigt bleiben, wenn sie kleiner 0,01 W/(mK) sind. Ob dieses Kriterium eingehalten wird, kann im Einzelfall nur durch Wärmebrückenberechnungen beurteilt werden.

 


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